Der Borretsch gehört für mich zu den Gewürzpflanzen, die Farbe in den Gemüsegarten bringen. Ihre wunderschönen sternförmigen blauen Blüten, blühen bei uns von Mai bis September, je nachdem wie sich das Wetter gerade auf die Jahreszeit auswirkt. Er wird sehr gerne in Gärten als Küchenkraut für Salate, oder Aufstriche angesetzt.
Verwendet wird beim Borretsch die blaue Blüte und die Blätter. Sie erinnert mich geschmacklich sehr stark an eine Gurke und in Deutschland ist die Pflanze auch als "Gurkenkraut" bekannt. In einem Gurkensalat sind die Blüten nicht nur ein dekoratives Highlight, nein sie beinhalten auch entgiftende, entzündungshemmende und schleimlösende Inhaltsstoffe die sich auf unsere Verdauungsorgane und den Stoffwechsel positiv auswirken.
Borretsch schmeckt nicht nur in Salaten hervorragend, sondern auch in Kräuteraufstrichen, Topfen, Saucen und Gemüsesuppen. In Essig eingelegt bekommt er eine schöne blaue Farbe und eignet sich daher sehr gut als Geschenksidee. Zum trocknen eignet er sich jedoch nicht, da er seine Würzkraft sehr schnell verliert. Die frischen Blätter und Blüten können jedoch den ganzen Sommer über geerntet werden und wachsen immer wieder nach.
Die Heilkraft des Borretsch
Borretsch enthält viele verschiedene Inhaltsstoffe, die zum Teil toxisch auf die Leber wirken können. Somit ist ein regelmäßiger Verzehr von Borretsch nicht empfehlenswert. In kleinen Mengen ist er jedoch sehr hilfreich.
Durch seiner wichtigen Inhaltsstoffe wie Schleim- und Gerbstoffe, äth. Öle, Kalium, Kalzium, Saponine und vielen mehr sorgt der Borretsch dafür, dass der menschliche Organismus bei Beschwerden wie Erkältung, Bronchitis, Verstopfung, Rheuma, Gicht und Fieber schnelle Linderung findet.
Borretsch hat auch eine stark entgiftende Wirkung. Er beschleunigt die Ausscheidung von Giften über vermehrte Harn- und Schweißabsonderung in unserem Körper.
Rezept
Tsatsiki mit Borretschblüten
Zutaten:
1/2 Becher Bauerntopfen
1 Becher Joghurt
1/2 Becher Creme Fraiche
1/2 Gurke
1 Knoblauchzehe
frische Borretschblüten zur Deko
Zubereitung:
Topfen mit Joghurt und Creme Fraiche gut verrühren, bis eine schöne cremige Masse entsteht. Gurke waschen, evt. schälen und fein raspeln und mit der Masse gut verrühren. Knoblauch schälen und ganz fein hacken und ebenfalls dazugeben. Anschließend mit Salz (evt. Kräutersalz) und Pfeffer abschmecken.
Beim Anrichten werden frische Borretschblüten als essbare Deko auf das Tsatsiki gelegt. Dank seiner schönen blauen Farbe, schmeckt das Gericht nicht nur lecker und erfrischend, sondern sieht auch sehr einladend aus. Borretsch wird auch Gurkenkraut genannt, und das zurecht, denn sein Geschmack erinnert unverkennbar nach frische Gurke. Er passt daher auch geschmacklich ideal zu Tsatsiki.