Die heurige Wipferlzeit ist spät aber doch noch gekommen und wer noch keinen Vorrat für die Erkältungszeit angelegt hat, sollte die Gelegenheit noch nutzen und sich ein paar Wipfel zupfen. Wir verwenden gerne die Wipfel der Fichten, da es ganz viele in unserer Gegend gibt :)
Wipferlhonig selbst gemacht, diese Fotoanleitung zeigt euch wies geht!
Zuerst brauchst du frische Wipferl. Dabei handelt es sich um hellgrüne neue kleine Blätter (Nadeln), die an den Spitzen von Fichten oder Tannen gewachsen sind. Dies geschieht im Frühjahr.
Letzter Kontrollcheck. Konstantin sucht noch einmal alles ganz genau auf Käfer oder Ameisen ab, damit auch nur die Wipferl im Honig landen.
Jetzt wird jeder Trieb nocheinmal genau unter die Lupe genommen bevor er im Honigglas landet. Das Glas wird halbvoll mit Wipferl befüllt (ich wasche diese nicht, denn es sollte kein Wasser in den Honig gemischt werden, da er sonst gären könnte).
Die Qualität des Honigs spielt eine wichtige Rolle. Es loht sich daher einen Imker aus Leidenschaft aufzusuchen der seine Bienen schätzt und nicht ausbeutet. Wenn du dein Glas halbvoll mit Wipferl gefüllt hast, dann gib soviel Honig dazu bis es voll ist. Du kannst als Alternative auch einen Ahornsirup oder Agavendicksaft nehmen.
Jetzt heißt es Deckel drauf und ein paar mal die Woche das Glas schwenken, damit sich alles gut vermischt. Um einen Gärungsprozess zu vermeiden, würde ich mindestens zwei mal die Woche den Deckel für ein paar Sekunden öffnen, damit ein Luftaustausch statt finden kann. Nach ca. zwei bis drei Wochen wird der Honig gesiebt und die Pflanzenrückstände entfernt. Er kann nun an einem dunklen Ort gelagert werden (nicht im Kühlschrank).
Wünsch euch in diesem Sinne viel Spaß beim Ausprobieren und einen lecken Wipferlhonig der euch zur kalten Jahreszeit treu beiseite steht :)
Bei uns wird er sehr gerne verwendet bei Husten, Halsweh und Heiserkeit, oder einfach mal so zum Süßen vom Tee für die Kids.